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GTS Magazin 01-2015

31FRÜHLINGSAUSGABE >>> weiter auf der nächsten Seite >>> übrigens knapp unter 40 Grad hat, hält Anna-Lena, meine verrückte Reise- begleitung, ihren Daumen hoch. Per Anhalter heißt hier „Hitch-Hiking“ und einen Versuch ist es wert, meint sie. Ich schüttle nur genervt den Kopf und bin umso überraschter, als keine 5 Minuten später ein kleiner, weißer Van anhält. Der Einheimische am Steuer meint, er würde gerade arbeiten – er liefert Eis aus. Anna-Lenas freche Antwort „Well you can deliver us to Manoa Falls“ bringt ihn zum Lachen und er meint, wir sollen einsteigen. Dass wir gerade ernsthaft zu einem Fremden mit Süßigkeiten in einen Liefervan ge- stiegen sind, ist uns beiden erst später bewusst geworden. Im Endeffekt fährt der nette Kerl uns eine halbe Stunde ins Landesinnere, schenkt uns T-Shirts vom eigenen Start-Up-Label mit hawaiianischen Motiven bedruckt und drückt uns noch Wassereis im Wert von 15$ in die Hand. Die Onopops Popsickles sind biologisch und ausschließlich lokal angebaut. Gerade auf Hawaii, wo 95 Prozent der Konsumgüter importiert werden, ist es wichtig, die Wirtschaft und lokale Anbieter zu unterstützen. So schnell wie das Eis schmilzt, können wir aber gar nicht lecken. Gleichzeitig fassen wir unser Glück kaum. Sowas hätte in Deutschland mit Sicherheit nicht geklappt. Das Verrückte dabei ist, dass wir ab diesem Tag nur noch per Anhalter gefah- ren sind und es hat jedes Mal geklappt. Ich habe irgendwann gefragt, ob wir „Feed the Germans“ auf der Stirn stehen hätten, nachdem wir das dritte Mal mit Essen überhäuft wurden. Nach einigen Tagen haben wir dann beschlos- sen, nur noch auf der Ladefläche von Pick Up-Trucks zu hitch-hiken. Das ist nämlich wie Cabrio fahren und man sieht mehr von der Landschaft. Ich habe mir geschworen, diese Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft, die ich auf Ha- waii erfahren habe, eines Tages an andere junge Reisende weiterzugeben. Nachdem Mobilität kein Problem mehr war, haben wir täglich Ausflüge gemacht. Vom Di- amond Head Crater hat man eine geniale Aussicht über die Wolkenkratzer von Honolu- lu. Der schönste Strand der Insel findet sich an der Ostküste in der Kailua Bay. Im unter Naturschutz stehenden Korallenriff der Hanauma Bay haben sich Schildkröten und eine extrem unheimliche Moräne beim Schnorcheln zu uns gesellt. Im Westen in der Bay of Dreams kann man den neuesten Trend S.U.P. (Stand Up Paddeling) umsonst ausprobieren, wenn S C H A U T V O R B E I A U F : www.gohawaii.com/de R E I S E N & F R E I Z E I T

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