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GTS Magazin 01-2015

33FRÜHLINGSAUSGABE ich sterbe, dann befinde ich mich immerhin schon im Paradies. Also denke ich nicht weiter darüber nach, wehre mich gegen den mir angeborenen Überlebensinstinkt und lehne mich nach vorne. Der Fall an sich ist unbeschreiblich. Ich kann nur sagen, dass es eine lebensver- ändernde Erfahrung ist und ich mir sicher war, dass ich jetzt sterben würde. Ich würde es sofort wieder tun, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Um kurz einen auf Wikipedia zu machen: die Inselkette Hawaii umfasst acht Hauptinseln, von denen sich neben Oahu besonders Maui und Hawaii (The Big Island) an- bieten. Mit einem kleinen Flieger von Hawaiian Airlines geht es für uns also noch zum wilden Island Hopping auf die größte der acht Inseln. Dort gibt es unter ande- rem den Mauna Kea, einen inaktiven Vulkan. Wenn man vom Fuß des Berges, der weit unter dem Meeresspiegel liegt, bis zum Gipfel misst, ist Mauna Kea mit seinen über 17.000 Metern der höchste Berg der Erde, aber darüber lässt sich streiten. Sobald die Dunkelheit herein bricht, können Besucher an einem kostenlosen Stargazing Pro- gramm in der Sternwarte teilnehmen, wo die derzeit leis- tungsfähigsten Teleskope bereit stehen. Eine weitere nächtliche Aktivität ist das Tauchen mit Riesen-Mantarochen, was verschiedene Anbieter im Programm haben. Bei kompletter Dunkelheit nachts im offenen Meer zu tauchen, erfordert an sich schon Mut. Das Blut gefriert in den Adern, wenn die weißen Monster aus der Tiefe ihr gruseliges Unterwasser-Ballett- Als finalen Geheimtipp habe ich noch einen richtigen Kracher für euch. Auf Big Island gibt es die Captain Cook Bay, in der die Chancen ex- trem gut stehen, mit wilden Delfinen zu schwimmen. Den Tipp hat uns ein Einheimischer gegeben. Wichtig bei der Sache ist, dass man am frühen Morgen, am besten noch vor Sonnenaufgang, ins Meer geht. Wir mussten zwar um vier Uhr nachts aufstehen, aber es hat sich allemal gelohnt. Im Wasser war außer uns nur ein lokaler Priester, der meinte, er komme mindestens zwei Mal in der Woche, um die Delfine zu sehen. Delfine seien heilige Wesen und wenn man ihnen Respekt entgegenbringt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie dir näher kommen. Nach ca. 30 Minuten sind sie dann tatsächlich da. Eine Gruppe von 15-20 wilden Delfinen. Und siehe da, der Priester hatte recht. Schnell merken wir, dass die verspielten Tiere ganz von selbst zu einem kommen. Wenn man ihnen allerdings hinterher schwimmt, fühlen sie sich gejagt und flüchten. Wir verbringen Stunden im Wasser, bis wir völlig erschöpft zurück an den Strand schwimmen. Mit Delfinen zu tauchen war mein persönliches Highlight und ein absoluter Kindheitstraum. Wirk- lich beschreiben kann man dieses Gefühl eigentlich gar nicht. Rückblickend kann ich nur betonen, dass Hawaii definitiv eine Reise wert ist und die Bezeichnung Paradies wirklich verdient hat. Nirgendwo ist das Meer so blau, die Ananas so süß und die Lebenseinstellung so entspannt! ALOHA. aufführen und dir so nah kommen, dass sie dich sogar streifen. Im Volcanoes National Park finden sich zwei weitere Vulkane, die dieses Mal allerdings zu den aktivsten Vulkanen der Welt gehö- ren. Unser Versuch, fließende Lava zu sehen ist jedoch kläglich gescheitert. Dabei waren wir wirklich kreativ! Im lokalen Radio wurden die Wohngebiete durchgegeben, die derzeit evakuiert wurden, da die Lava immer näher kam. Dank Google Maps haben wir besagte Wohngebiete auch schnell gefunden, nur leider hat eine Polizeikontrolle die Straße gesperrt. Der verzweifelte Ver- such, uns abseits der Straße durch den Dschungel zu schlagen, war ebenfalls nicht die beste Idee. Natürlich haben wir komplett die Orientierung verloren und konnten froh sein, dass wir bei Einbruch der Dunkelheit, mit komplett geschundenen und mit Kratzwunden übersäten Körpern, wieder zur Straße gefunden haben. Mögen zukünftige Reisende aus unseren Fehlern lernen. R E I S E N & F R E I Z E I T

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